Über uns

Suizidpräventionsprogramm [AUSWEG]LOS

Das Projekt [AUSWEG]LOS ist ein Suizidpräventionsprogramm für junge Menschen in Schulen und anderen Jugendinstitutionen. Suizid ist bei Menschen unter 25 Jahre die zweithäufigste Todesursache und in dieser Altergruppe finden die meisten Suizidversuche statt. Weil es jedoch gerade jungen Menschen schwer fällt, sich Hilfe zu holen oder sich Erwachsenen anzuvertrauen, haben wir [U25], die Onlineberatung für junge Menschen in Krisen und Suizidgefahr entwickelt. Ganz anonym werden die Hilfesuchenden hier auf Augenhöhe durch gleichaltrige Peerberater*innen begleitet. Die Peers werden hierzu ausgebildet und von hauptamtlichen Mitarbeiter*innen fachlich eng begleitet.

 

Tabuzone Suizidalität

Neben der Onlineberatung ist es uns wichtig, das Thema Suizidalität aus der Tabuzone zu holen und zu sensibilisieren. Wir möchten das Schweigen brechen und die jungen Menschen sprachfähig machen, wenn es um die Themen Krisen und Suizidalität geht!

Junge Menschen verbringen einen Großteil ihrer Zeit in der Schule. Auch wenn der Ursprung vieler Probleme nicht zwangsläufig in der Schule liegt, trägt die Institution eine große Mitverantwortung, da die suizidgefährdeten Schüler*innen ihre Signale häufig an Mitschüler*innen und Lehrerkräfte senden.

 

Hilfesuchverhalten fördern

Ziel von [AUSWEG]LOS ist es, niedrigschwellig und auf Augenhöhe mit den Teilnehmenden ins Gespräch zu kommen und über Hintergründe, Anlässe und Warnsignale aufzuklären. Darüber hinaus sollen eigene Ressourcen erkannt und gestärkt, Gesprächsführungskompetenzen erweitert und das Hilfesuchverhalten gefördert werden.

Die Teilnehmenden werden ermutigt auf sich und ihre Mitmenschen zu achten und Hilfebedarf zu äußern. Interaktionen zur Stärkung der Persönlichkeit und zur Förderung des Wohlbefindens stehen hier im Mittelpunkt.

 

In der Praxis vor Ort

Zur Umsetzung der Ziele bietet das Programm verschiedene Workshops für junge Menschen an Institutionen sowie Informationsveranstaltungen für Lehrkräfte und Eltern an.

Die Workshops können in Absprache mit den Fachlehrer*innen individuell gestaltet werden. Sie sind der Schulform und der Klassenstufe angepasst, kurzweilig und informativ und mit dem Einsatz verschiedener Medien und Methoden verbunden. Zusätzlich gibt es ausführliche Informationsmaterialen sowohl für die jungen Teilnehmenden als auch für die Erwachsenen.